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Hidrosis

Hidrosis = normale Schweißbildung & Schweißausscheidung 

Die normale Schweißbildung und Schweißausscheidung wird als Hidrosis / Hidrose bezeichnet. Dabei erfolgt die Abscheidung von dünnflüssig wässrigem Schweiß aus Schweißdrüsen an der gesamten Hautoberfläche. Hierbei entsteht sogenannte Verdunstungswärme, wodurch der Körper gekühlt und die Körpertemperatur reguliert wird. Schweiß dient also als „Kühlflüssigkeit“ für unsere „Klimaanlage“ Haut. Grundsätzlich ist Schwitzen eine gesunde Sache – solange es nicht zu viel und zur Belastung im Alltag wird! 

Folgende Formen der krankhaften Hidrosis gibt es:

1. Hyperhidrose (Übermäßige Schweißbildung)

Krankhaftes Schwitzen wird als Hyperhidrose bezeichnet. Dies ist die bekannteste Form, bei der der Körper deutlich mehr Schweiß produziert, als zur Temperaturregelung notwendig wäre.

  • Primäre Hyperhidrose: Meist genetisch bedingt, tritt lokal auf (Hände, Füße, Achseln).

  • Sekundäre Hyperhidrose: Folge einer Grunderkrankung (Schilddrüse, Diabetes), Hormonumstellung oder Medikamenteneinnahme.

2. Hypohidrose & Anhidrose (Verminderte Schweißbildung)

Das Gegenteil der Hyperhidrose – die Schweißproduktion ist eingeschränkt oder fehlt ganz.

  • Anhidrose: Der Körper kann gar keinen Schweiß bilden. Dies ist gefährlich, da der Körper bei Hitze oder Anstrengung überhitzen kann (Hitzschlaggefahr).

  • Ursachen: Hautschädigungen (Verbrennungen), Nervenschäden oder genetische Defekte der Schweißdrüsen.

3. Bromhidrose (Geruchsintensiver Schweiß)

Hier ist nicht die Menge das Problem, sondern der Geruch.

  • Schweiß ist ursprünglich geruchlos. Bei der Bromhidrose wird er durch Bakterien auf der Haut oder durch eine spezielle Zusammensetzung der Sekrete der apokrinen Drüsen (Duftdrüsen) extrem zersetzt, was zu einem sehr starken, oft stechenden Geruch führt.

4. Chromhidrose (Farbiger Schweiß)

Eine sehr seltene Form, bei der der Schweiß eine Färbung aufweist.

  • Der Schweiß kann gelblich, bläulich, grünlich oder bräunlich erscheinen.

  • Ursache: Oft die Oxidation bestimmter Stoffe (Lipofuszin) in den Schweißdrüsen oder die Aufnahme von Farbstoffen/Medikamenten.

5. Hämathidrose (Blutschwitzen)

Ein extrem seltenes Phänomen, bei dem Blut durch die Schweißdrüsen austritt.

  • Es tritt meist unter extremem psychischem Stress oder Schock auf, wenn die feinen Kapillaren um die Schweißdrüsen platzen und sich das Blut mit dem Schweiß vermischt.