Genetik
Genetik = Vererbungslehre, entdeckt durch Gregor Mendel
Die Genetik oder Vererbungslehre ist ein Teilgebiet der Biologie. Sie befasst sich mit den Gesetzmäßigkeiten und materiellen Grundlagen der Ausbildung von erblichen Merkmalen und der Weitergabe von Erbanlagen (Genen) an die nächste Generation (Vererbung). Sie basiert auf den Forschungen von Gregor Mendel (1865).
Bei der Hyperhidrose unterscheidet man zwei Formen, bei denen die Ursachen (Genetik vs. Lebensumstände) sehr unterschiedlich gewichtet sind.
1. Primäre Hyperhidrose (Genetisch bedingt)
Diese Form tritt ohne erkennbare Krankheit auf und ist meist auf Körperstellen wie Hände, Füße oder Achseln begrenzt. Genetischer Anteil: Man geht davon aus, dass bei 30 % bis 50 % der Betroffenen eine genetische Veranlagung vorliegt. Hintergrund: Studien zeigen, dass Betroffene oft Familienmitglieder haben, die ebenfalls unter übermäßigem Schwitzen leiden. Es handelt sich hierbei um eine Fehlsteuerung des Nervensystems (Sympathikus), das die Schweißdrüsen "ohne Grund" auf Hochtouren laufen lässt.
2. Sekundäre Hyperhidrose (Lebensumstände / Krankheiten)
Hier ist das Schwitzen ein Symptom einer anderen Ursache. Hier sind äußere Faktoren oder innere Krankheiten. Lebenssituationen: Hierzu zählen Stress, Angststörungen, Übergewicht oder hormonelle Umstellungen (z. B. Pubertät, Wechseljahre). Andere Faktoren: Medikamente, Koffein, scharfes Essen oder Grunderkrankungen (Schilddrüse, Diabetes).
- 30 - 50 % Genetik. Vererbt
- 20 - 30 % Lebenssituation wie Stress, Ernährung, Übergewicht, Fitnesszustand.
- 20 - 40 % Körperliche Ursachen wie Hormone (Wechseljahre), Medikamente, Krankheiten.
Sehr oft is es ein Mix aus den genannten Zahlen. Jemand kann eine genetische Neigung haben, die erst durch eine stressige Lebenssituation zum Ausbruch kommt.