Schwitzen in der Nacht: Ursache & Behandlungsmöglichkeit
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Schwitzen in der Nacht

Schwitzen in der Nacht

Vermehrtes Schwitzen in der Nacht kommt häufiger vor als wir denken…und ist nicht immer unbedingt nur das Ergebnis zu warmer Decken oder einem zu warmen Schlafzimmer. Nein! Manchmal sind es auch medizinische Gründe, warum uns die Nacht ins Schwitzen bringt.

Nächliches Schwitzen - Ursachen & Hilfe

Wechseljahre, bzw. Hormonveränderungen:

Bei Frauen sind meistens die Wechseljahre schuld an Ihren Schweißausbrüchen sein. Diese nächtlichen Schweißattacken sind in den Wechseljahren auf die Hormonveränderung Ihres Körpers zurückzuführen.

Aber auch junge Männer und Frauen in der Pubertät können bei hormonellem Ungleichgewicht unter Schweißausbrüchen in der Nacht leiden. Hier kann eine Fehlfunktion der Nebennieren die Ursache sein.

Behandlung:

Es empfiehlt sich, bei starkem Schwitzen in der Nacht einen Arzt aufzusuchen, der die richtige Diagnose und vor allem die entsprechende Behandlungstherapie einleitet.

Medikamente:

Nachtschweiß kann auch durch Nebenwirkungen von verschreibungspflichtigen Medikamenten ausgelöst werden. Sprechen Sie am besten mit Ihrem Arzt, um andere Medikamente zu testen.

Entzündungen & Infektionskrankheiten:

Entzündungen und Infektionen im Körper, haben fast alle starkes Schwitzen, plötzliche Schweißausbrüche, bzw. Fieber als Symptome, da der Körper versucht, diese zu bekämpfen. Unsere innere Polizei (oft die weißen Blutkörperchen) kämpft hier gegen die Eindringlinge (oft Bakterien oder Viren) an, damit wieder ein körperliches Gleichgewicht entstehen kann. Das ist für unseren Körper aber wie Hochleistungssport und kostet daher sehr viel Energie, welche als Wärme freigesetzt wird.

Behandlung:

Bitte suchen Sie unbedingt einen Arzt auf, der Sie untersucht und das Krankheitsbild diagnostiziert und Ihnen die richtige Behandlung verordnet, damit Sie schnell wieder gesund werden!

Hyperhidrose:

Idiopathische Hyperhidrose oder auch exzessives Schwitzen ist eine Krankheit, bei der der Körper übermäßig Schweiß produziert. Die Krankheit gilt als chronische Erkrankung, obwohl keine Ursachen, außer der genetischen Veranlagung bzw. der Krankheitsgeschichte in der Familie, bekannt sind.

Behandlung:

Hierbei empfehlen wir Ihnen, dass Sie Ihren Arzt aufsuchen und mit ihm das Problem besprechen. Er wird Ihnen dann die richtige Vorgehensweise und Behandlung verordnen.

Hohe Außentemperaturen:

Ein nächtliches Schwitzen tritt manchmal auch schlicht weg auf, wenn während der Schlafzeit die Temperatur zu hoch ist. Hierbei kann es sich um zu hohe Umgebungstemperatur und stickige Luft im Schlafzimmer (z.B. im Sommer), zu warme Bettdecke oder zu warme Nachtbekleidung, die wenig Luftzirkulation zulassen, handeln. Der Körper fängt an zu schwitzen, um sich vor Überhitzung zu schützen.

Behandlung:

Hierbei ist es wichtig, diese Außenfaktoren zu optimieren:

  • Ihr Schlafzimmer immer gut lüften und auf eine angenehme Temperatur bringen.
  • Verwenden Sie eine dünne Bettdecke und ausschließlich Naturfasern wie Baumwolle als Bettwäsche und Bettlaken.
  • Nicht nur für den Alltag und den Sport, sondern auch für die Nacht empfiehlt es sich, spezielle Funktionsunterwäsche zu tragen. Besonders empfehlenswert ist Wäsche aus Thermocool-Garn, da es die Eigenschaft der Thermoregulierung besitzt, d.h. es wärmt bei Kälte und kühlt bei Wärme.