Wie schwitzen Tiere? Erfahren im everdry Ratgeber
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Schwitzen bei Tieren

Schwitzen bei Tieren

Können Tiere schwitzen?

Wir Menschen besitzen unzählige Schweißdrüsen, die vor allem bei Anstrengung und hohen Temperaturen dafür sorgen, dass wir nicht überhitzen und unser Körper ausreichend gekühlt wird. Hierbei verdunstet der gebildete Schweiß an der Hautoberfläche und spendet uns dadurch die benötigte Kühlung.

Aber wie ist es im Tierreich? Schwitzen alle Lebewesen gleich? Oder gibt es Unterschiede zwischen Mensch und Tier…oder vielleicht sogar zwischen den einzelnen Tierarten? Haben Sie vielleicht sogar selbst ein Haustier zuhause? Und wissen Sie, wie Ihr Tier für die nötige Kühlung sorgt? everdry schaut sich mal die beliebtesten Tiere an und forscht nach, wie deren Schwitzverhalten ist.

Grundsätzlich können wir sagen, dass die meisten Säugetiere ebenso wie der Mensch viele Schweißdrüsen besitzen und daher auch viel Schwitzen. Hier sind die Schweißdrüsen aber an unterschiedliche Stellen am Körper verteilt und werden auch verschieden stark genutzt. Im Vergleich zum Menschen weisen diese Tiere dann ein deutlich abweichendes Schwitzverhalten auf. Aber es gibt auch einige Tiere, die gar nicht schwitzen können und sich deshalb anderer Tricks bedienen müssen, um für eine ausreichende Abkühlung zu sorgen.

Diese Tiere können schwitzen

Pferde

Pferde besitzen am ganzen Körper Schweißdrüsen, welche auch gleichermaßen stark genutzt werden. Hierdurch schwitzen sie am ganzen Körper. Dies können Sie nach einer anstrengenden Trainingsstunde sehr gut beobachten: das Pferd ist nicht nur an einer Stelle nassgeschwitzt, sondern in der Regel am ganzen Körper. An den Stellen, wo Reibung entsteht, z.B. am Hals, wo der Zügel anliegt oder zwischen den Hinterbeinen, fängt es sogar an zu schäumen. Wichtig ist dann, das Pferd vom Schweiß zu befreien und zu trocknen, damit es sich nicht erkältet.

Hunde

Hunde besitzen nur an den Ballen unter ihren Pfoten Schweißdrüsen. Sie können demnach auch nur darüber Schweiß absondern. Aber das reicht natürlich bei weitem nicht aus…wenn wir nur mal an einen warmen Sommer und das dicke Fell denken! Um zusätzlich für Abkühlung zu sorgen hilft nicht nur ein erfrischendes Bad im Pool oder im nächsten Schwimmteich, sondern vor allem auch das Hecheln. Die Atemfrequenz kann dabei bis auf das zehnfache des Normalen ansteigen. Durch das Hecheln wird das zirkulierende Blut abgekühlt und Wärme in Form von warmer Atemluft abgegeben.

Katzen

Auch wenn Katzen das so gar nicht gern hören. Aber in Ihrem Schwitzverhalten ähneln Sie dem Hund. Denn auch Katzen können nur an bestimmten Körperstellen schwitzen. Aber so eingeschränkt wie Hunde sind Katzen dann doch nicht. Ihre Schweißdrüsen sitzen nicht nur zwischen den Zehen- und Sohlenballen, sondern auch an den Lippen, am Kinnwinkel, in der Umgebung der Zitzen und rund um den After. Wird es den Samtpfoten zu warm, lecken sie auch gern ihr Fell ab. Der verdunstende Speichel sorgt für angenehme Abkühlung. Bei großer Erregung oder starker Hitze öffnen auch sie ihr Maul und hecheln die warme Luft aus.

Diese Tiere können NICHT schwitzen

Kaninchen

Kaninchen haben keine Schweißdrüsen. Sie nutzen ihre großen Ohren, welche stärker durchblutet sind, um darüber Wärme abzugeben und die Körpertemperatur zu regeln. Kaninchen sind ja eigentlich Höhlenbewohner, so dass sie extremen Temperaturunterschieden ganz einfach entgehen, indem sie sich unter der Erde verstecken. Darum ist es auch ganz wichtig, dass Sie Ihr Kaninchen gerade im Sommer keiner direkten Hitze aussetzen, sondern immer dafür sorgen, dass der Käfig an einem kühlen schattigen Platz steht und Ihr Kaninchen sich in einer Höhle vor Licht und Wärme zusätzlich „verstecken“ kann. Zusätzliche Rituale helfen den Kaninchen, sich vor Hitze zu schützen: Sie belecken ihr Fell, um Schwitzen „vorzutäuschen“, denn auch der Speichel auf dem Fell verdunstet und sorgt so für Kühlung. Außerdem buddeln Kaninchen gern kleine Löcher, um sich dann in die kühle Erde zu legen.

Vögel

Vögel plustern ihr Gefieder auf, um hohe Temperaturen besser ertragen zu können. Dadurch staut sich nicht so viel Wärme unter den Federn und der Wind kommt besser an die Haut. Reicht das nicht aus, beginnen Vögel zu hecheln. Schwitzen können Vögel nicht, da sie keine Schweißdrüsen besitzen. Daher ist es auch hier besonders wichtig, dass der Käfig immer an einem kühlen, schattigen Platz steht. Wie wäre es außerdem mit einem Vogelbad? Eine Schwimm- und Planschstunde sorgt bei Ihrem Vogel nicht nur für motivierende Abwechslung, sondern auch für nötige Kühlung.

Reptilien wie Schlangen oder Eidechsen

Reptilien sind wechselwarm, so dass ihre Körpertemperatur abhängig ist von der Außentemperatur und sich dieser anpasst. Schwitzen können Sie nicht. Bei zu warmen Außentemperaturen werden daher kühle Plätze im Schatten bevorzugt.

 

Wichtig ist, dass Sie Ihren lieben Haustieren neben schattigen Platzen auch immer genügend frisches Wasser zur Verfügung stellen. Denn wie beim Menschen: verloren gegangene Flüssigkeit muss in ausreichender Menge dem Körper wieder zugeführt werden.