Merinowolle: Definition und Funktion in Bekleidung
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Merinowolle gegen Schwitzen

Merinowolle gegen Schwitzen

Wie kann Merinowolle gegen Schweiß & Geruch helfen?

Kann es so etwas überhaupt geben? Eine Funktionsunterwäsche, die auch nach mehrmaligem Tragen beim Sport, im Beruf und im Alltag nicht stinken soll? Und im feuchten Zustand sogar noch besser als klassische Kunstfaser wärmen soll?

Ja…gibt es! Und die Antwort ist: Kleidung aus Fasern der MERINOWOLLE!

Verantwortlich für diese Eigenschaften sind die Feinheit und die Zusammensetzung der Merinofaser.

Darf ich vorstellen? Merino – das Schaf:

Die Wolle des Merinoschafs zählt zu einer der besten und hochwertigsten Wolle weltweit. Diese Schafrasse besitzt ein dichtes, gleichmäßig langes Haarkleid. Merinowolle ist stark gekräuselt, weich, leicht und sehr elastisch. Und…sie kratzt nicht! Diese Eigenschaften machen sie zur bevorzugten Wolle für Bekleidungstextilien, vor allem für Funktionskleidung.

Seinen Ursprung hat das Merinoschaf in Nordafrika und kam vermutlich gegen Ende des 12. Jahrhunderts nach Spanien. Der Handel mit der weichen, feinen Wolle hatte große Bedeutung für Spanien, das den Wollhandel über Jahrhunderte beherrschte und lange Zeit die Ausfuhr von Merinoschafen verbot. Seinen Namen erhielt das Schaf im 15. Jahrhundert von den königlichen Schafinspektoren, den „Merinos“.

Merino-Funktionsunterwäsche:

Für unsere Merino-Funktionsunterwäsche verwenden wir ausschließlich sehr feine Merinowolle. Umso feiner die Faser, desto höher die Qualität. Denn eine feinere Faser kann durch mehr Luftkammern besser isolieren. Die Wäsche haftet nicht auf der Haut. Daher sieht die Merinofunktionswäsche nicht nur gut aus, sondern fühlt sich außerdem besonders gut auf der Haut an.

Wenn man schwitzt, dann scheidet der Körper mit der Flüssigkeit Fette und Salze aus. Dieser Schweiß wird nun durch die Fasern der ersten Bekleidungsschicht von der Hautoberfläche nach außen transportiert. Das dort herrschende warme und feuchte Klima ist eigentlich ein idealer Nährboden für Bakterien, um die Fette an den Fasern zu zersetzen.

Viele synthetische Fasern besitzen unter dem Mikroskop eine sehr glatte Oberfläche. Dort kann sich der Schweiß gut ablagern, der dann bei der Zersetzung durch die Bakterien den unangenehmen Geruch entwickelt.

Ganz anders aber Bekleidung aus Merinowolle! Hier die Vorteile im Überblick:

Pflegeleicht und selbstreinigend ohne unangenehme Gerüche:

Der Kern der Wollfaser besteht aus zwei unterschiedlichen Zelltypen, die verschiedene Mengen Feuchtigkeit aufnehmen und daher unterschiedlich stark anschwellen können. Hierdurch entsteht ein konstanter Reibungsprozess, der einen mechanischen Selbstreinigungseffekt bewirkt.

Die Wolle des alpinen Merinoschafes besitzt eine kräuselige Oberfläche, auf der sich die Bakterien viel schwerer halten können als auf glatten Kunstfasern. Außerdem nimmt die Merinowolle den Schweiß in der Faser auf, noch bevor dieser auf der Hautoberfläche von Bakterien abgebaut werden kann.

Zum guten Schluss baut das Kreatin in der Wolle auf natürliche Weise übelriechende Bakterien auf der Haut ab.

Diese Effekte sorgen dafür, dass Merinofunktionswäsche auch nach mehrtägigem Tragen nicht unangenehm riecht oder besonders schmutzig aussieht.

Thermoregulierung:

Die gekräuselte Struktur der Wollfaser bindet viel Luft und begünstigt so die Wärmeisolation. Die Luft zwischen den Fasern verringert den Wärmeaustausch im Material und wirkt somit isolierend gegen Kälte und Wärme. Die Kräuselungen der Faser bedeuten auch weniger Kontaktpunkte zwischen Material und Haut, was von Vorteil ist, da Luft gebunden und Wärme nicht abgeleitet wird.

Wärmt im feuchten Zustand:

Bei intensiver Aktivität oder hoher Umgebungstemperatur produziert der Körper zum Kühlen Schweiß und der Feuchtigkeitsgehalt steigt. Wolle ist hygroskopisch (wasserbindend) und in der Lage, Wasserdampf – also Körperschweiß – aufzunehmen. Sie kann diese Feuchtigkeit sowohl in der Faser als auch zwischen den Fasern einlagern. Wolle kann bis zu 30 % des Eigengewichts an Feuchtigkeit absorbieren, ohne sich feucht anzufühlen.

Merinowolle produziert auch Wärme, wenn sie feucht ist. Bei der Aufnahme von Feuchtigkeit (Schweiß) entsteht in einem exothermischen Prozess sogenannte Absorptionswärme. Wärmeenergie entsteht, wenn Wassermoleküle und polare Molekülgruppen der Wollfasern kollidieren. Die hierbei auftretenden Kräfte sind so stark, dass Wärme entsteht. Der Prozess vollzieht sich, bis die Fasern mit Wassermolekülen gesättigt sind.

Feuchtigkeitstransport von Innen nach Außen:

Wenn die Feuchte auf der Innenseite der Wollbekleidung höher ist als auf der Außenseite, absorbiert die Wolle die Feuchtigkeit, um sie anschließend durch das Material nach außen zu transportieren, bis ein Gleichgewicht zwischen beiden Seiten hergestellt ist. Indem die Feuchtigkeit von der Haut weg nach außen transportiert wird, erhöht sich die Wärmeisolation und die Haut bleibt trocken.

Maschinenwaschbar bei 40°C:

Bekleidung aus Merinowolle kann bei 40°C gewaschen werden und trocknet sehr schnell.

Kein Bügeln nötig:

Merinowolle knittert kaum, da die Faser sehr elastisch ist. Dadurch ist bügeln überflüssig. Nutzen Sie diese Zeit lieber für andere schöne Aktivitäten.

Natürlicher UV-Schutz:

Merinowolle besitzt einen natürlichen UV-Schutzfaktor von mindestens 50. Hier können die meisten Synthetikfasern nicht mithalten.

Allerdings gibt es auch qualitativ hochwertige Funktionsunterwäsche aus einem „intelligenten“ Thermocool®-Polyestergarn, welches für einen klimaneutralen Bereich sorgt und ebenfalls vor unangenehmen Gerüchen schützt. Weitere Informationen zu unserer Thermocool®-Funktionswäsche finden Sie HIER.