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Gesund schwitzen in der Sauna

Gesund schwitzen in der Sauna

Saunieren für gesundes Schwitzen

Es gibt nicht wenige Menschen, die seit Jahrzehnten einmal in der Woche in die Sauna gehen. Als „Balsam für die Seele“ oder „Wohltat für den Körper“ bezeichnen Saunagänger ihre Leidenschaft zur heißen Luft. Und sie haben Recht: Die Sauna wirkt durch positive Effekte auf die Gesundheit, auf verspannte Muskeln, auf das seelische Wohl und sogar auf das Schwitzen. Das klinkt für jemanden, der stark schwitzt, erst einmal paradox. In die Sauna gehen, wenn sowie schon ständig der Schweiß rinnt?

Ja! In diesem Fall des Saunierens ist viel schwitzen sehr gesund! Wir erklären warum:

Sauna als Fitnesstraining für Haut und Schweißdrüsen

Wer regelmäßig in die Sauna geht, dem sieht man die positiven Effekte der Schwitzstuben an. Neben der körperlichen und geistigen Erholung sind Saunagänge nämlich auch der Schönheit zuträglich: Der Teint wirkt samtiger und rosiger, die Gesichtshaut und die Haut am ganzen Körper wird weicher und straffer. Die Haut wird regelmäßig gut durchblutet und porentief gereinigt, der Hautstoffwechsel arbeitet schneller und Giftstoffe werden ausgeschwemmt. Verhornungen werden gelöst, indem die erste Hautschicht durch Wärme und Feuchtigkeit aufquillt – ein ganz natürliches Peeling sozusagen. Das Saunieren hält die Haut feucht und erhöht ihre Fähigkeit Wasser zu speichern. Und so ganz nebenbei wird ihr Säureschutzmantel beim gesunden Schwitzen in der heißen Luft gestärkt. Ein intakter, starker Säureschutzmantel verhindert, dass beim Schwitzen zu viele Mineralien verloren gehen.

Durch die hohen Temperaturen in der Sauna (eine finnische Sauna kann es durchaus auf eine bis zu 100° Grad trockene Hitze, ein Dampfbad auf bis zu 60° Grad bringen) lernt der Körper die Schweißdrüsen kontrollierter einzusetzen. Die anschließenden Kältereize unter der Dusche oder im Tauchbecken ziehen die Poren zusammen, die Schweißdrüsen und der Körper werden auf Temperaturschwankungen trainiert, wodurch man im Alltag wesentlich weniger schwitzt.

Richtig Schwitzen in der Sauna

Wer ohnehin stark schwitzt, muss in der Sauna nicht zwangsläufig regelrecht unter Wasser stehen. Die finnische Sauna empfinden Menschen, die vermehrt schwitzen, als angenehmer, als z.B. ein Dampfbad. Da so gut wie keine Luftfeuchtigkeit in der finnischen Sauna herrscht, kann die Luft viel Feuchtigkeit aufnehmen. Deshalb bemerkt man das eigene Schwitzen kaum oder sogar gar nicht, denn die Feuchtigkeit wird von der Luft aufgenommen und rinnt nicht mehr den Körper hinunter. Man schwitzt also effektiv, ohne sich dabei unwohl zu fühlen. Bevor man in der Sauna mal so richtig Dampf ablassen kann, gilt es ein paar Regeln zu beherzigen:

  • Nicht mit vollem oder leeren Magen in die Sauna gehen. Etwa 1-2 Stunden vor dem Saunagang ein leichtes, vitaminreiches Mahl zu sich nehmen, um den Kreislauf nicht unnötig zu belasten.
  • Bevor es in die Hitze geht, ausreichend viel trinken.
  • Vor dem Saunagang duschen und die Haut richtig trocken rubbeln. Trockene Haut schwitzt schneller und besser, da die Restfeuchtigkeit nicht erst vorher verdampfen muss.
  • Ein Saunagang sollte nicht länger als 8 bis 15 Minuten dauern. Mediziner empfehlen, nicht mehr als drei Gänge durchzuführen. Wenn man sich vorher nicht mehr wohl fühlen sollte, die Sauna verlassen. Der Körper gibt klare Zeichen, wann die Hitze genug für ihn ist.
  • Bei Aufgüssen dampft es mächtig, Hitze und Luftfeuchtigkeit steigen an und ziehen nach oben. Wem das zu viel ist, oder wer noch ungeübter Saunagänger ist, sollte sich vor den Aufgüssen auf die unteren Bänke setzen.
  • Bleiben Sie nicht die ganze Zeit entspannt liegen, sondern setzten sie sich 2-3 Minuten vor dem Ende des Saunagangs hin. Das bereitet den Körper auf das Aufstehen vor – die Gefahr „Sterne“ zu sehen, ist gebannt.
  • Zum Abkühlen gehen Sie an die frische Luft, unter die Dusche oder ins Tauchbecken. Die Kältereize sind wichtig für Körper und Gefäße.
  • Nach der Sauna alle Fünfe gerade sein lassen! Die Erholungspausen sollten immer mindestens so lange dauern, wie der Aufenthalt in der Sauna. Am besten erholen Sie sich im Freien, damit der Körper viel Sauerstoff tanken kann.
  • Nach der Sauna viel trinken – nur keinen Alkohol. Auch wenn vielen das Bierchen jetzt noch besser schmeckt.
  • Ebenso Tabu nach der Sauna: Sportliche Aktivitäten und das Solarium.