Frischer Schweiß macht attraktiv - wenn Pheromone tanzen
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Attraktiv durch Schweiß

Attraktiv durch Schweiß

Schwitzen ist eine ganz natürliche Körperfunktion. Unser Körper reguliert durch das Schwitzen unsere Körpertemperatur. Giftstoffe sowie Stoffwechselschlacken werden aus dem Körper transportiert und unsere Haut wird durch Schweiß geschützt. Ganz nebenbei hat Schweiß aber auch eine andere Wirkung, die wir bewusst nicht immer wahrnehmen können. Schweiß kann uns attraktiv sowie anziehend machen und uns so bei der Partnerwahl ganz unterschwellig beeinflussen.

Warum finden wir eine Person attraktiv und was zieht uns an ihr an? Manchmal kann man das nicht in Worte fassen, weil es nicht vollständig mit dem Verstand begreifbar ist. Unser Körper ist ein Wunderwerk der Natur und viele Prozesse sind noch nicht vollständig erforscht. Aber Forscher sind sich sicher, dass Schweiß bei der Partnerwahl eine große Rolle spielt. Was passiert in unserem Körper und was genau macht den Schweiß so attraktiv?

Auf unserem Körper haben wir zwei verschiedene Arten von Schweißdrüsen: ekkrine und aprokrine Schweißdrüsen. Ekkrine Schweißdrüsen kommen fast überall auf unserem Körper vor, verstärkt in den Regionen der Stirn, Handflächen und Fußsohlen. Aprokrine Schweißdrüsen (auch Duftdrüsen genannt) hingegen gibt es nur in den Bereichen Achseln, im Genital- und Perinalbereich oder dem Brustwarzenhof. Sie spielen für die Schweißproduktion eine untergeordnete Rolle und bilden ein trübes-milchiges Sekret, das den individuellen Duft des einzelnen Menschen kreiert.

Pheromone machen den Schweiß attraktiv

Zahlreiche Untersuchungen haben belegt, dass sich frischer Schweiß sogar direkt auf die sexuelle Anziehung auswirken kann. Denn mit dem Schweiß werden verschiedene Duftstoffe – sogenannte Pheromone – ausgeschüttet, mit denen Lebewesen auf biochemische Weise kommunizieren. Pheromone sind Botenstoffe des Körpers, die ähnlich wie Hormone im eigenen Körper, bestimmte Reaktionen auslösen können. Ursprünglich wurden diese Botenstoffe im Tierreich nachgewiesen und dienen dort als Sexuallockstoff oder zur Alarmierung. Forscher der Universität of California in Berkeley haben ein menschliches Pheromon im Schweiß nachgewiesen: Androsteron. Dieses Testosteron-Abbauprodukt wird bei Männern über den Schweiß abgesondert. In Tests konnte nun herausgefunden werden, dass Frauen auf diesen Geruch mit einer gesteigerten Atem-, Pulsfrequenz sowie höherem Blutdruck reagieren. Es verbessert sich ihre Stimmung und sie sind leicht erregt.

Schweißgeruch beeinflusst uns bei der Partnerwahl

Frischer Schweiß kann also anziehend auf einen potentiellen Partner wirken. Das kann dann auch der Grund dafür sein, warum man unmittelbar nach einer Sportstunde unbewusst sexuell attraktiver wird und vielleicht eher die richtige Partnerwahl trifft als nach dem Duschen und intensiven Deo-Einsatz. Denn die Pheromone übermitteln auch Informationen, die Rückschlüsse auf das Erbgut und den Immunstatus zulassen. Man fühlt sich eher zu dem Partner hingezogen, dessen Duftmischung vermittelt, dass sein Erbgut vom eigenen Erbgut abweicht. Die Natur ermöglicht so einen größtmöglichen Erbgutaustausch.

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Der anziehende Körpergeruch aus einem Duftcocktail der beiden Schweißdrüsen, ekkrine & aprokrine, sowie des individuellen Körpergeruchs aufgrund des Erbgutes, werden in Form von Duftmolekülen an die Luft abgegeben. Sie umgeben uns sogar in einem Umkreis von ca. 2 Metern und können so unbewusst von anderen wahrgenommen werden.

Die menschliche Nase verfügt über 350 Geruchsrezeptoren, die den Körpergeruch direkt an das limbische System und dem Hypocampus weiterleiten. Diese beiden Bereiche steuern in unserem Gehirn Erinnerungen und Emotionen. Es ist also nicht nur ausschlaggebend, wie ein möglicher Partner aussieht oder sich anhört, sondern auch wie er riecht.

Ob die „Chemie“ stimmt und man den richtigen Partner gefunden hat ist also auch davon abhängig, ob man den richtigen „Riecher“ hatte.

Also…geben Sie Ihrem individuellen Körpergeruch eine Chance…und somit vielleicht auch Ihrer großen Liebe?!?

Veränderung des Schweißgeruches & seiner Attraktivität

Der Schweißgeruch ändert sich im Laufe des Lebens, da die Schweißdrüsen unterschiedlich aktiv sind und mit zunehmendem Alter immer weniger Schweiß produzieren. Die Aktivität der aprokrinen Schweißdrüsen startet erst in der Pubertät und somit entwickelt sich der eigene Körpergeruch bis zum 20. Lebensjahr erst vollständig.

Forscher konnten durch unterschiedlichen Schweißgeruch drei Altersklassen festlegen:

  1. jung (20-30 Jahre)
  2. mittleres Alter (45-55 Jahre)
  3. alt (75-95 Jahre)

Mehr Informationen zum Thema Schwitzen im Alter finden Sie im Ratgeber: Schwitzen im Alter

Aber auch durch unsere Lebensumstände kann sich unser Schweißgeruch verändern, wie zum Beispiel in der Schwangerschaft. Durch veränderte Hormone können sich das Schwitzverhalten und der Schweißgeruch verändern. Auch Lebensmittel wie Knoblauch, Zwiebeln und sehr scharfes Essen können den Körpergeruch beeinflussen.

Sogar unsere Stimmungslage beeinflusst unseren Schweißgeruch. Wut, Stress und Angst riechen stärker nach Schweiß, weil in diesen Situationen einerseits mehr Schweiß produziert wird und andererseits der Schweiß eine andere Zusammensetzung hat. Gerade beim ersten Date ist man sehr aufgeregt und kommt darum auch leichter ins Schwitzen. Im Ratgeber „Erstes Date ohne ins Schwitzen zu kommen“ finden Sie die passenden Tipps, um cool zu bleiben.